Datum/Zeit
04/05/2021
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Veranstaltungsort
DOKU BLUMENTHAL

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Ausstellung DOKU Blumenthal:
„Denn bin ich unter das Jugenamt gekommen“ Wanderausstellung des Diakonischen Werks Bremen über die Bremer Jugendfürsorge und Heimerziehung 1933 bis 1945
Ausstellung im DOKU 04.05. – 14.06. 2021:

Die Ausstellung „Denn bin ich unter das Jugenamt gekommen“ (Originalzitat) rekonstruiert den Heimalltag von Bremer Jugendlichen in Einrichtungen der Jugendfürsorge in der Zeit des Nationalsozialismus und zeichnet erstmals nach, wie das „Sichten und Sieben“ in einem sich radikalisierenden Bremer Fürsorgeerziehungssystem funktionierte. Im Auftrag des Diakonischen Werkes entwickelte die Kulturwissenschaftlerin Gerda Engelbracht das Ausstellungskonzept.

Hintergrund der Ausstellung:
„Wie war der Umgang mit Kindern und Jugendlichen, die zwischen 1933 und 1945 in evangelischen Heimen der Kinder- und Jugendfürsorge untergebracht waren? Was erlebten sie dort und welche Rolle spielten Heimleitende, Psychiater und die Verantwortlichen in den Behörden? Welche Auswirkungen hatte das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ und die Verlegungen in außerbremische Erziehungsanstalten und Jugend-konzentrationslager?“ (Aus dem Buch „Denn bin ich unter das Jugendamt gekommen“. Bremer Jugendfürsorge und Heimerziehung 1933 – 1945 von Gerda Engelbracht) Die Ausstellung dokumentiert das Erleben der Jugendlichen unter anderem im Ellener Hof, im Marthasheim aber auch in außerbremischen Einrichtungen, wie der Betheler Zweiganstalt Freistatt oder der Diakonissenanstalt Kaiserswerth. Die Biografien jugendlicher Mädchen und Jungen machen die dramatischen, zum Teil tödlichen Folgen der Aussonderung aus der „Volksgemeinschaft“ greifbar: die Durchführung von Zwangssterilisationen, die Deportation in Jugendkonzentrationslager und Einrichtungen der „Euthanasie“- Aktionen. Dokumente, Bilder ergänzen die Präsentation. Das DOKU, das auch ein Archiv für Stadtteilgeschichte betreibt und pflegt, freut sich mit dieser Ausstellung einen wichtigen Teil von der Stadtgeschichte Bremens zu Gast zu haben.

Wir bitten Interessierte, sich vorab zu melden, da die Ausstellung nach den aktuellen Coronabestimmungen geöffnet bzw. geschlossen ist, da sich die Situation momentan stetig agil verändert. Wenn es die Situation zulässt, können nach Absprache Führungen für Kleinst-Gruppen kostenfrei ermöglicht werden.

Öffnungszeiten: Mo-Mi von 10 -14 Uhr, Do. 12-16 Uhr
oder nach telefonischer Absprache
freitags geschlossen